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Chronik | 1945-1950

1945-1946

Josef Libiseller, geb. 31.03.1900

Besatzungszeit (Engländer)
Die schwersten Zeiten waren vorbei und begeisterte Musiker, die vom Krieg zurückgekehrt waren, gingen wieder daran, eine Kapelle aufzubauen. Junge Burschen, die für die Musik etwas übrig hatten, konnten wieder ausgebildet werden.

Neuer Kapellmeister war Herr Josef Libiseller. Ein Vollblutmusiker, der nicht nur Blas- sondern auch Saiteninstrumente beherrschte.

Folgende Musiker fanden sich zur ersten Probe ein:

Hans Mandler Klarinette in Es
Franz Gartner Klarinette
Adolf Waltl Klarinette
Michael Obernosterer Flügelhorn
Anton Egger Flügelhorn
Peter Frutschnig         
Baßflügelhorn
Josef Waltl (vlg. Bartl) Baßflügelhorn
Florian Obereder (Angele) Baßflügelhorn
Hermann Seiwald Bariton
Konrad Winkler Posaune
Friedrich Stauder Trompete
Peter Mandler Trompete
Paul Mandler Helikon
Josef Duregger Große Trommel und Tschinelle

Auch bei der Besatzungsmacht hörte man vom Neuaufbau der Kapelle. Zwei Engländer (die Namen sind nicht mehr bekannt) kamen zu den Proben und spielten auf Flügelhorn und Kleiner Trommel mit.

1947

Kapellmeister Adolf Waltl übernahm wieder die Feuerwehrkapelle bis Anfang 1948.

1948

Pfingstsonntag — Heimkehrerfest
Am 17. April 1948 zogen vom Pirkerplatz unter Musikbegleitung 240 Heimkehrer zur Kirche. Nach dem Gottesdienst, bei welchem die Feuerwehrkapelle die »Deutsche Schubertmesse« spielte, fand die Heldenehrung beim Kriegerdenkmal statt. Nach einem »Bunten Nachmittag« traf man sich am Abend wieder beim »Heimkehrer-Kränzchen«; Kapellmeister war wieder Karl Brandstätter. Letzter Heimkehrer aus Rußland war im November 1953 Dr. Herbert Wieser, Vater von Gert Wieser.

1949

von links nach rechts: Friedrich Stauder, Walter Breitegger, Florian Obereder, Josef Taurer, Hans Gatterer, Paul Mandler, Karl Brandstätter

Glockenweihe am 30. Oktober

Bedingt durch zwei Weltkriege fanden die dritten Glocken auf unserem Kirchturm eine Heimat. Glocken und Musikkapelle haben seither Freude und Leid mit uns geteilt. Ein erfahrener Feuerwehrkamerad erzählte uns folgende nette Episode, die diese Zeit gut beschreibt:

«Wenn die Feuerwehr und Feuerwehrmusik in voller Stärke ausruckten, musste die Kapelle im Zivilgewand spielen, da für beide nicht so viele Monturen vorhanden waren.«

1950

In diesem Jahr und den Jahren danach folgte für die Musik eine unruhige Zeit. Kapellmeister wechselten fast jedes Jahr, jedoch die Ausrückungen waren nie in Frage gestellt.

Folgende Kapellmeister halfen bei unserer Kapelle aus:
1950—1952   Herr Skace, Marinekapellmeister, BBU-Angestellter
1953 Musikkamerad Franz Gartner
1954—1955    Musikkamerad Hans Mandler und Hermann Langwieser aus Sachsenburg.

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